Nachhaltig gegen Staatsschulden

Ökologische Finanzreform soll Krisendefizite ausgleichen

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Hohe Staatsschulden und keine Ideen für die Senkung der Kohlendioxid-Emissionen? Das Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) stellte seine Alternativ-Strategie am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin vor.

Ob Flugreisen, Autofahren oder Atomstrom – mit niedrigen Preisen werden meist ökologisch falsche Entscheidungen belohnt. Diese »perversen Anreize« beunruhigen Volkswirt Damian Ludewig. Für den FÖS-Geschäftsführer beginnt das Problem bei umweltschädigenden Subventionen, die den Markt verzerren. Nach seinen Berechnungen wird der Flugverkehr in Deutschland jährlich mit 10,5 Milliarden, der Autoverkehr mit 24 Milliarden Euro gefördert. Ganz zu schweigen vom Atomstrom: Zwischen 1950 und 2008 wurden 131 Milliarden Euro von staatlicher Seite zugeschossen.

Das FÖS-Papier beleuchtet 13 Themen aus den Bereichen Verkehr und Energie, in denen Steueränderungen und Subventionsabbau besonders sinnvoll erscheinen. So nutzen Regelungen zur Dienst- und Firmenwagenbesteuerung derzeit denen am meisten, die die teuersten Autos mit dem höchsten Verbrauch kaufen und ...


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