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Papierfabrik läuft wieder

Produktion war wegen Rohstoffpreisen gestoppt

Spremberg (dpa). Die Produktion der Papierfabrik in Spremberg läuft nach einem mehrtägigen Stillstand wieder. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sei die Papiermaschine Ende März für vier Tage angehalten worden. Grund waren stark gestiegene Kosten für den Rohstoff Altpapier wegen der großen Nachfrage aus China. Der Preis habe sich in der Region binnen eines Jahres auf 150 Euro pro Tonne verfünffacht. Solche hohen Rohstoffpreise seien für die Papierproduktion langfristig nicht wirtschaftlich, sagte Gerald Prinzhorn, Geschäftsführer der Papierfabrik Hamburger- Spremberg GmbH & Co. KG.

Das kurzzeitige Anhalten der Papiermaschine im Spremberger Industriepark Schwarze Pumpe sowie weiterer Anlagen in Deutschland habe erst einmal Druck aus dem Markt genommen. Das Spremberger Werk sei aber gut mit Altpapier versorgt, berichtete Prinzhorn. Es verarbeite jährlich 330 000 Tonnen des Rohstoffes zu 260 000 Tonnen weißem und braunem Wellpappe-Rohpapier für Verpackungsmaterial. Die Hälfte des Altpapiers komme aus dem Ausland, vor allem aus Polen.

In den nächsten Jahren müsse mit Mehrkosten für Altpapier in Millionenhöhe gerechnet werden, hieß es. Die Branchenkonzentration in Brandenburg sei zu hoch. Neben der Anlage in Spremberg gibt es noch Papierfabriken in Schwedt und neuerdings in Eisenhüttenstadt. Trotzdem halte das österreichische Mutterunternehmen, die Prinzhorn Holding, am Ausbau des Spremberger Standortes fest, betonte der Geschäftsführer. So sollen hier ein kleines Kraftwerk und später eine zweite Papiermaschine gebaut werden. Derzeit beschäftigt die Firma in Spremberg 350 Mitarbeiter.

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