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»Ohne Gewerkschaften ist man nur Sekte«

Im NRW-Wahlkampf mobilisieren Oskar Lafontaine und Klaus Ernst den linken Flügel innerhalb des DGB

  • Von Marcus Meier, Bochum
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ein kämpferischer Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine und sein designierter Nachfolger Klaus Ernst suchten in Bochum den Schulterschluss mit der Gewerkschaftslinken – die Vorstände bekamen ihr Fett weg.

Am Freitag konnte man noch von der »Kraftlosigkeit« des Oskar Lafontaine in den Zeitungen lesen – doch schon am Samstag trat der scheidende LINKE-Chef den Gegenbeweis an: Die Arbeiterbewegung dürfe nicht nur für ein »bisschen mehr Lohn« kämpfen, donnerte der Saarländer im NRW-Wahlkampf vor 200 Gewerkschaftern. Das ganze »System von Herr und Knecht« müsse überwunden werden! Der Saal dankte mit stehenden Ovationen.

»Sozial und solidarisch aus der Krise« – darum sollte es gehen am Samstag im »Jahrhunderthaus« der IG Metall in der Zechenstadt Bochum. Dabei ging es zunächst einmal mehr um die Agenda 2010: »Der eigentliche Sinn von Hartz IV ist die Disziplinierung der Arbeitnehmerschaft«, sagte Klaus Ernst, der designierte Parteichef. Leiharbeit und Befristungen »führen dazu, dass im Betrieb Duckmäusertum entsteht«. Das Erpressungspotenzial sei sehr gewachsen – wie so oft bei solchen Anlässen fiel die Analyse deprimierend a...


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