Bewährung für Antifaschisten

Berufungsprozess vor dem Stuttgarter Landgericht endet mit einem Deal

  • Von Carsten Ondreka
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Das Stuttgarter Landgericht verurteilte am Dienstag sieben Antifaschisten zu Bewährungsstrafen. Sie sollen vor drei Jahren NPD-Mitglieder am Rande eines Neonazikonzerts angegriffen haben.

Der Berufungsprozess gegen sieben Antifaschisten aus Stuttgart ging am Dienstag unerwartet schnell zu Ende. Nachdem der erste Polizeizeuge nicht erschien, schlossen die Prozessbeteiligten einen Vergleich. Begründet auf der schwierigen Beweislage wurde das Strafmaß für alle Angeklagten gemindert. In dem im Anschluss verkündeten Schuldspruch wurden sie zu Bewährungsstrafen von sechs Monaten bzw. eineinhalb Jahren verurteilt. Somit entgingen zwei der Angeklagten einer möglichen Haftstrafe.

Grundlage der Anklage war ein Angriff auf fünf NPD-Mitglieder. Zwei von ihnen trugen Schürf- und Platzwunden sowie Prellungen davon. Unmittelbar vor dieser Auseinandersetzung im Februar 2007 fand ein von der regionalen NPD organisiertes »Faschingskonzert« mit einem Auftritt ...


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