Erinnerungszug an der Oder

Mobile NS-Gedenkstätte macht Station in Frankfurt

Frankfurt/Oder (epd/ND). Der »Zug der Erinnerung« kommt im Mai als mobile NS-Gedenkstätte nach Frankfurt an der Oder. Die rollende Ausstellung informiere in mehreren Waggons über die Geschichte der Deportationen durch die SS und die Biografien von Opfern, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in Frankfurt an der Oder mit. Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie während der Deportationen aus den Reichsbahn-Waggons warfen, stünden für das Los von Millionen Menschen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden. Die Stadt begrüße den Aufenthalt des Zuges als Beitrag zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte außerordentlich, hieß es weiter. Der Zug macht den Angaben zufolge vom 5. bis 7. Mai am Hauptbahnhof Station.

Am 8. Mai, dem Jahrestag des Kriegsendes, soll der Zug in Berlin halten. Allerdings gibt es dazu erneut einen Streit zwischen dem Trägerverein und der Deutschen Bahn um Haltepunkte und Gebühren. Der »Zug der Erinnerung« will insbesondere an die mehr als eine Million Kinder und Jugendlichen erinnern, die über tausende Kilometer von der SS, dem Reichsverkehrsministerium und der Deutschen Reichsbahn verschleppt wurden.

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