Werbung

Griechenland: »Der Countdown hat begonnen«

Eurokraten machen in Athen der Regierung die Details der Sparvorgaben klar

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Experten der EU haben Griechenland jetzt die harten Sparvorgaben für die kommenden Jahre präsentiert.

Brüssel/Athen (dpa/ND). »Das Ziel der Gespräche in Athen ist, ein Programm für die notwendigen wirtschaftlichen Anpassungen auszuarbeiten«, sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel. Dabei werde es um die Details der Einsparungen gehen, die Athen bis 2012 umsetzen müsse, um sein Haushaltsdefizit unter die erlaubte Grenze zu senken. Bei den Gesprächen geht es laut Kommission nicht konkret um Vorbereitungen zur Aktivierung des zugesagten Hilfspaketes. »Unsere Aufgabe ist es, bereit zu sein. Über den Antrag entscheiden die Griechen.«

Die Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) berieten am Mittwoch in Athen über die Auflagen – im Gegenzug soll Griechenland bis zu 45 Milliarden Euro finanzielle Hilfe erhalten.

Nach den ersten Unterredungen sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou: »Die Basis der Gespräche sind die Entscheidungen der EU vom vergangenen Gipfeltreffen.« Die Stimmung sei »gedrückt« gewesen, hieß es aus Kreisen des Ministeriums.

Die Gespräche würden in den kommenden zehn Tagen mit Vertretern aller wichtigen griechischen Finanzinstitutionen fortgesetzt. »Der Countdown hat begonnen«, titelte die Athener Zeitung »Ta Nea« am Mittwoch.

Nach einer längeren Ruhephase begann zudem wieder Streiks: Betroffen waren Fährverkehr, Krankenhäuser sowie Ministerien und andere staatliche Behörden. Die Streikenden protestieren gegen Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Am Mittwoch liefen keine Fähren von Piräus zu den Inseln der Ägäis aus. Ärzte behandelten wegen nicht gezahlter Überstunden in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen