Lynx lynx allerorten

Im Harz wurden vor zehn Jahren die ersten Luchse neu angesiedelt. Seither gab es mehr als 70 Geburten

  • Von Matthias Brunnert, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rund 180 Jahre lang war der Luchs aus dem Harz verschwunden. Dank eines einzigartigen Wiederansiedlungsplans haben sich die Raubkatzen heute auf das gesamte Gebirge ausgebreitet. Für den Tourismus sind die Luchse inzwischen ein echter Faktor.

St. Andreasberg. Wären Luchse weniger scheu, könnten Wanderer heute fast überall im Harz auf die Tiere treffen. Zehn Jahre nach Beginn des einzigartigen Wiederansiedlungsprogrammes haben die Raubkatzen das gesamte Mittelgebirge für sich erobert. »Viele Luchse haben den Harz inzwischen auch verlassen und sich andere Lebensräume gesucht«, sagt Ole Anders, der bei der Nationalparkverwaltung Harz für das Projekt verantwortlich ist. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) spricht von einer »deutschlandweit einmaligen Erfolgsgeschichte«.

Rund 180 Jahre lang war der Luchs (Lynx lynx) aus dem Harz verschwunden. Die letzten Exemplare waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts erschossen worden. Bauern und Schäfer hatten die Raubkatze gnadenlos verfolgt.

Ein Reh pro Woche

Auch als in den 1990er Jahren über die Wiederansiedlung diskutiert wurde, führten die Gegner ins Feld, der Luchs werde Schafe, Ziegen, Gänse und Hühner in Massen erb...


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