Staatsakt statt Staatskrise

»Bunte Republik Neustadt« in Dresden feiert 2o. Jahrestag – und will sogar Botschaften eröffnen

  • Von Jörg Schurich, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Szene-Treff »Bunte Republik Neustadt« (BRN) in Dresden wird im Juni 20 Jahre alt. Deshalb wollen die alternativen Republikaner noch einmal an die Anfänge ihres Staates erinnern und kräftig feiern. Am Mittwoch gab ein »Regierungssprecher« erste Details der Staatsfeier bekannt. Wie früher wird es eigene Pässe für die Republik geben, der traditionell ein Monarch vorsteht. Sie ging 1990 mit eigener Währung und Flagge an den Start – statt DDR-Emblem zierte Micky Maus die schwarz-rot-goldene Fahne. Seitdem besuchten jährlich mehr als 100 000 Menschen das Stadtteilfest

Dresden (dpa/ND). Politik muss auch in Krisenzeiten nicht humorlos sein. Die »Bunte Republik Neustadt« (BRN) in Dresden präsentiert sich 20 Jahre nach ihrer Gründung als Alternative zu üblichen Staatsmodellen und bleibt dennoch traditionsbewusst. Ein »Republikmuseum« soll künftig ganzjährig an die BRN erinnern, die als Szene-Spektakel erstmals im Sommer 1990 Geschichte schrieb. Am Mittwoch gaben die Organisatoren Details der Feierlichkeiten vom 18. bis 20. Juni bekannt. Auch wenn das Spektakel schon manches Mal totgesagt wurde: Zum Jubiläum präsentiert sich die BRN selbstbewusst.

Der 20. Jahrestag soll ihr zugleich Anerkennung verschaffen. »Derzeit laufen diplomatische Verhandlungen mit den Republiken NSK, Uzupis, Bethanien, Christiania und anderen«, sagt Mirko Sennewald. Der 2. Vorsitzende des Vereins »Kultur aktiv« fungiert als eine Art Regierungssprecher, auch wenn es offizi...


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