Marcus Meier 23.04.2010 / Politik

Vom Senkrechtstarter zum Denkzettel

CDU-Ministerpräsident Rüttgers setzt auf die Angst vor der LINKEN – und seine Frau Angelika

Einst galt Jürgen Rüttgers als potenzieller Bundeskanzler. Doch nach fünf Jahren Amtszeit ist die Bilanz des NRW-Ministerpräsidenten durchwachsen: Gewerkschaften, neoliberale Denkfabriken und CDU-nahe Politologen stellen dem NRW-Ministerpräsidenten schlechte Noten aus. Er selbst wähnt das Land »in guten Händen«.

Die NRW-Landtagswahl am 9. Mai sei eine Denkzettelwahl für Merkels Bundesregierung? Jürgen Rüttgers lächelt: »Der Denkzettel bin ich!«, ruft der Mann im mausgrauen Anzug, der sich als soziales Gewissen der Kanzlerin-Partei wähnt. 6000 CDU-Anhänger in der Oberhausener »Arena« bejubeln ihren Spitzenkandidaten, der mit dem Sturm gegen Merkels Schwarz-Gelb die eigenen schwarz-gelben Segel aufblähen will. Die Rüttgers-Fans halten Schilder hoch, auf denen »Stabil statt Rot-Rot« und »Rüttgers stark wählen« steht. Schließlich beginnt an diesem Tag, dem 10. April, die heiße Wahlkampfphase. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als eine Band den offiziellen Wahlkampfsong intoniert: »NRW in guten Händen«. Rüttgers lächelt, klatscht, winkt ins Publikum. Mut! Chance! Sicherheit! Gefühl! Gemäßigt laute E-Gitarren untermalen die unpolitische Botschaft: »Nordrhein-Westfalen, Nordrhein-Westfalen, nananananana!«

Ein halbes Jahrzehnt ist es nun her, das...

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