Deutsche sind wie Pfirsiche

»Alles auf Anfang«: Ausstellung über Aussiedler im Aufnahmelager Berlin-Marienfelde

  • Von Andreas Heinz
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Irene Heinz ist zurückgekehrt zum Anfang. ND-

»Wie eine zweite Geburt« war für Natalie Abalichin die Ankunft in Deutschland. Die 1950 im kasachischen Karaganda geborene Russlanddeutsche kam mit 45 Jahren nach Berlin. Wie für Tausende von anderen Aussiedlern war ihr erster Kontakt die Zentrale Aufnahmestelle in Berlin-Marienfelde. Für die erste Post in ihrer neuen Heimat benutzte sie einen alten Brieföffner, der ihrem Großvater Friedrich Bauermeister gehörte. Als Zeitzeugin skizzierte sie bei der Eröffnung der Sonderausstellung »Alles auf Anfang. Aufnahme und Integration von Aussiedlern in Berlin« ihre Geschichte.

»Nach Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 wurde mein Großvater ungeachtet seiner Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei nach Sibirien deportiert«, erinnerte sich Natalie Abalichin. Bis 1971 studierte sie Fremdsprachen im kasachischen Alma-Ata, dem heutigen Almaty. Diese Ausbildung wurde in Deutschland nicht anerkannt. »Hier muss die Gleichwertigkeit der Aus...


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