Nacktscanner gegen Stadiongewalt

Die Debatte zu Fanausschreitungen ist geprägt von Repressionsmaßnahmen und altem Streit ums Geld

  • Von Ronny Blaschke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Politik und ranghohe Vertreter des Deutschen Fußballs treffen sich heute in Berlin, um Maßnahmen gegen Gewalt in und um Stadien zu beschließen. Wirkliche Lösungen sind nicht zu erwarten.

Der Fußball schafft es immer mal wieder auf die Bühne des Staatstheaters. Am heutigen Freitag kommt es zu einer weiteren Darbietung. Etwa um 16 Uhr werden Innenminister Thomas de Maizière sowie die Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL), Theo Zwanziger und Reinhard Rauball, in der Bundespressekonferenz erwartet. Sie werden von einer konstruktiven Aufführung schwärmen und Engagement geloben. Gegen Gewalt im Fußball.

Hinter den Kulissen tobt derweil ein Clinch der Kulturen, der durch den heutigen Runden Tisch in Berlin nicht entschärft, sondern befeuert wird. Hardliner aus Politik und Polizei, die mehr Repression fordern, stehen Vertretern des Fußballs gegenüber, die sich für Prävention aussprechen. »Wir hatten Sorge, dass der Runde Tisch unsere Anstrengungen zunichte machen könnte«, sagt ein Fanexperte, »mit populistischen Maßnahmen, die der Mehrheit der friedlichen Fans langfristig schaden w...


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