Bischof Mixa gibt auf

Prügel und Untreue: Umstrittener Kirchenfunktionär bietet dem Papst seinen Rücktritt an

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der wegen diverser Prügelattacken gegen Kinder und Veruntreuung von Geldern in die Kritik geratene Bischof Walter Mixa will von seinen Ämtern zurücktreten. Kirchliche Würdenträger, Gläubige und Politiker zeigten sich am Donnerstag erleichtert.

Zum Schluss war der Augsburger Bischof selbst den eigenen Glaubensbrüdern peinlich. Noch am Mittwoch hatten die beiden Bischöfe Marx und Zollitsch ihrem Augsburger Kollegen »geistliche Einkehr und räumliche Distanz« anempfohlen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss Mixa klar geworden sein, dass er für die katholische Kirche nicht mehr tragbar war. Und so verfasste der Bischof einen Brief an Papst Benedikt XVI., in dem er das Kirchenoberhaupt bat, ihn aus seinen Ämtern als Bischof der Diözese Augsburg und als Militärbischof der Bundeswehr zu entlassen. Er wolle weiteren Schaden von der Kirche abhalten und den Weg für einen Neuanfang freimachen, so Mixa. Politik und Kirche zeigten sich am Donnerstag erleichtert über diesen lange überfälligen Schritt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte ...


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