Armenisch-türkische Versöhnung eingefroren

Jerewan stoppt Ratifizierung der »Zürcher Protokolle«

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Als Armenien und die Türkei am 10. Oktober vergangenen Jahres unter Schweizer Vermittlung die »Zürcher Protokolle« über die Normalisierung ihrer Beziehungen unterzeichneten, warnten Beobachter vor überzogenen Hoffnungen: Die Kuh sei erst vom Eis, wenn beide Parlamente die Abmachungen ratifizieren.

Am Donnerstagabend verkündete Armeniens Präsident Sersch Sargsjan (im Russischen: Sarkisjan) in einer Fernsehansprache, seine regierende Republikanische Partei habe das Ratifizierungsgesetz aus dem Parlament zurückgerufen. Da die Türkei ihrerseits Vorbedingungen für eine Ratifizierung der Abkommen stelle, habe es in »überschaubaren Zeiträumen« keinen Sinn, den Prozess im eigenen Parlament fortzuführen. Armenien lasse nicht »in der Sprache eines Ultimatums« mit sich verhandeln. Eben diesen Ton aber hatte seiner Meinung nach der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan bei einer Begegnung am Rande des Nukleargipfels letzte Woche in Washington angeschlagen.

Der Türke hatte zum einen die Kampagne kritisiert, mit der Jerewan sich international um die Anerkennung der Massaker an Armeniern im Jahre 1915 als Völkermord bemüht. Dem Morden, das am 24. April vor 95 Jahren begann, fielen seinerzeit bis zu zwei Millionen Menschen zum Opfer. Außerdem h...

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