Zug um Zug gegen das Atomprogramm

120 Kilometer lange Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel / Weitere Proteste in Ahaus und Biblis

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In Schleswig-Holstein und Hamburg werden sich heute anlässlich des Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe Zehntausende zum sichtbaren Protest gegen die Atomkraft die Hand reichen.

Die Symbolik ist leicht zu erkennen. Der aus Schrottteilen zusammengeschweißte Dinosaurier steht für die veraltete Atomtechnologie. In dem Treck von Atomkraftgegnern, der durch das Wendland und die Lüneburger Heide nach Norden rollt, ist der Drache aus Blech und Eisen ein Blickfang.

Seit ihrem Start am Mittwoch in Gorleben ist die Karawane angewachsen. Einige der rund 30 Traktoren und Unimogs transportieren Blechfässer mit dem Radioaktivitätszeichen, andere schleppen Bau- oder Zirkuswagen mit. Von den Führerhäuschen wehen Fahnen mit der Anti-Atom-Sonne und der orange-grünen Sonne der »Republik Freies Wendland«. Auch dutzende Radler strampeln im Konvoi mit. Ein Küchenwagen versorgt die Treckteilnehmer mit heißem Tee und Gemüseeintopf.

Wegweiser nach Tschernobyl

In Dannenberg und Uelzen haben Atomkraftgegner den Bürgermeistern selbst gebastelte Wegweiser überreicht. Kilometerzahlen auf den Schildern geben die Entfernungen nach Tschernoby...


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