»Zug der Erinnerung« ausgebremst

Deutsche Bahn AG verweigert Gespräche über die geplante Einfahrt in Berlin am 8. Mai

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
2008 konnte der Gedenkzug in Grunewald einfahren.

Ob der »Zug der Erinnerung«, eine fahrende Ausstellung über von der Reichsbahn in der NS-Zeit deportierte Kinder und Jugendliche, wie geplant am 8. Mai in den ehemaligen Deportationsbahnhof Berlin-Grunewald einfahren wird, ist fraglich. Denn bisher hat die Deutsche Bahn AG (DB) dem Gedenkzug keine Freigabe für die Gleise erteilt. Die ebenfalls geplante Einfahrt in Spandau hat die DB bereits untersagt.

Schon 2008 hatte es Konflikte zwischen dem Trägerverein der mobilen Ausstellung und dem Bahnkonzern gegeben. Damals wurde dem Zug die Zufahrt auf den Hauptbahnhof verweigert. Das Begründungsmuster hat sich seitdem nicht verändert: Die Bahn verweist auf betriebliche Gründe. In Spandau würde der Gedenkzug den Fahrplan durcheinander bringen, so ein Bahnsprecher. Also alles eine Frage der Organisation? Für diese hatte die Bahn-AG jedoch genügend Zeit. »Wir hatten die DB bereits vor zwei Monaten über unsere Planungen informiert«, sagte Hans-Rü...


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