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Eine neue Ära hat nicht begonnen

Die Chancen zur Neuordnung des Bankensektors blieben ungenutzt

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Erinnern Sie sich noch an letztes Jahr? Die Verstaatlichung des Bankensektors schien plötzlich im Bereich des Möglichen und Machbaren. Heute wird im Finanzsektor wie eh und je gezockt – dank der großzügigen Hilfen der Politik und der ausgebliebenen staatlichen Regulierung.

Anfangs war es noch harmlos: Die Commerzbank wurde zwar teilverstaatlicht, über die Geschäftspolitik bestimmten aber weiter die alten Banker. Doch das änderte sich schnell, als weitere Geldhäuser vor der Pleite standen, die alten Eliten abgelöst und umfassende Vergesellschaftungen beschlossen wurden. Damit hatte die Politik ein Exempel gesetzt. Alle Beteuerungen, die Banken seien ein Sonderfall, nutzten nichts, als auch die Produktionswirtschaft, insbesondere die Autoindustrie, in eine immer tiefere Krise rutschte. Die Banken vergesellschaftet, die Finanzmärkte reguliert, die globalen Strukturen neu gestaltet, kurzum, die andere Globalisierung hat gegriffen. Die größte Wirtschaftskrise seit der Großen Depression hatte sich zugleich als Chance für einen tiefen globalen Wandel gezeigt. Die Zukunft ist wieder offen.

Aber dazu ist es bekanntlich nicht gekommen. Die hier beschriebene optimistische Attac-Satire »Die neue Machbarkeit« von Ros...


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