Werbung

Das Risiko Freiheit

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Frage, wie viel Freiheit der Mensch verträgt, wird nie eine gültige Antwort erfahren. Freilich: Zur Erledigung der Frage trägt diese Erkenntnis kaum bei. Freiheit ist die große Versuchung, das noch größere Recht und das größte Risiko, das sich der Mensch zumutet. Hat sie Fesseln, verlieren wir sie; hat sie keine Grenzen, verlieren wir uns. In Freiheit wird alles schöner und schwieriger, luftiger und zugiger.

Das gilt auch für die Pressefreiheit, heute hat sie ihren Welttag. Erinnerung an ihre Enthüllungskraft, die schon Weltmacht-Präsidenten stürzte; Gedenken an jene Reporter, die auf Berufswegen getötet wurden, weil es Wege zur Wahrheit waren – die vierte Gewalt hilft Gewalt zu bannen, sie ist immer wieder auch deren Opfer. Die Kostbarkeit der Pressefreiheit, in unseren Gefilden Selbstverständlichkeit, wird leider nach wie vor beglaubigt auch durch die Kostbarkeit jener Leben, die sie kostet.

Wer aus dem Osten in den Westen kam, bedenkt den Wert dieser Freiheit mit erhöhter Innigkeit. Auch Journalisten. Im Sozialismus mussten wir schreiben, was wir sollten, heute müssen wir schreiben, was wir können – die Zeiten wurden schwieriger. Aus der Not, dass damals vieles nicht publik werden durfte, wurde neue Not: dass jeder alles veröffentlichen darf. Pressefreiheit ist daher nicht nur die Freiheit des Schreibers, sondern auch die des Lesers. Und wie jede Freiheit ist sie Prüfung eines hohen Lebensgutes – unseres Unterscheidungsvermögens.

Rosa - Dietz-Verlag

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen