Nur noch Rauschen bei den Bürgerradios

Streit um Geld: Sächsische Sender abgestellt

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die drei sächsischen Bürgerradios sind über UKW nicht mehr zu hören. Nach Streit um Leitungskosten flogen sie aus dem Äther. Die Opposition verlangt nun, die Landesmedienanstalt solle Gebührengelder locker machen.

Seit gut zwei Wochen ist auf der Frequenz von Radio Apollo in den Abendstunden nur noch Rauschen zu hören. Bis zum 17. April öffnete der sächsische Privatsender seinen Kanal in dieser Zeit für ColoRadio, Radio Blau und Radio T, die drei Bürgerradios aus Dresden, Leipzig und Chemnitz. Dann aber eskalierte ein seit Monaten geführter Streit um Sende- und Leitungskosten in Höhe von rund 40 000 Euro. Apollo setzte durch, dass den Bürgerradios der Stecker gezogen wurde.

Bis Ende 2009 hatte Apollo, das von einigen Privatsendern gegründet wurde, um Konkurrenten aus dem Äther fernzuhalten, die Kosten übernommen – eine Bedingung für die Lizenzerteilung. Verlängern wollte man die Regelung nicht. Geschäftsführer Boris Lochthofen begr...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.