Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ehrenmal oder Kainsmal?

Die russischen/sowjetischen Gedenkstätten für die Opfer des Zweiten Weltkriegs und ihr Platz in Deutschland

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Politische Gedenkstätten haben in jeder Gesellschaft eine kaum zu überschätzende Bedeutung. In Deutschland streitet man seit 20 Jahren über Betrachtungsweisen, Konzeptionen und die politische Einordnung von Denkmälern, Grabstätten und anderen Erinnerungsorten, deren Erscheinungsbild vornehmlich im Osten der Republik vermeintlich einer öffentlichen Neubewertung bedurfte und bedarf. Das liegt in der Natur der Sache, sind Monumente doch in aller Regel zu Stein geronnene Mentalität eines Siegers, verbunden mit mehr oder weniger deutlicher Demütigung des Unterlegenen.

Beispiele dafür, dass das »Wehe dem Verlierer« nach dessen Verdrängung von der Macht als Person als nächstes seinen Monumenten gilt, finden sich in jedem Zeitalter. Das traf den Pharao Echnaton und seine steingewordenen Devotionalien ebenso wie 2000 Jahre danach die DDR und ihre für identitätsstiftend erklärten Stätten. Der Kulturkampf um letztere dauert an.

Um so erstaunlicher ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.