Schützt das Kanzleramt weiter alte BND-Nazis?

Linker Antrag im Bundestag: Geheimdienst soll seine Akten über Eichmann und andere NS-Täter freigeben

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bis in die siebziger Jahre beschäftigte der BND Handlanger des Nazi-Terrorapparates: SS-, SD- und Gestapo-Leute, Spione aus Hitlers Wehrmacht. Ein Teil der einschlägigen dienstinternen Erhebungen aus den 60er Jahren gab man nun an die Zentrale Stelle der Justiz in Ludwigsburg ab. Doch die Panzerschränke beherbergen weit mehr... Die LINKE im Bundestag fordert die Offenlegung aller Akten des Bundesnachrichtendienstes (BND) zur Nazi-Vergangenheit. Das Bundesverwaltungsgericht hält eine generelle Sperrung der BND-Akten über Adolf Eichmann für nicht rechtmäßig. Nun ist Merkels Kanzleramt am Zug.

Es ist vier Jahre her, dass BND-Chef Ernst Uhrlau versprach, sein Dienst werde nun die systematische Aufarbeitung seiner Geschichte auf den Weg bringen. Und das Kanzleramt als oberste Aufsichtsbehörde des Auslandsgeheimdienstes wollte das »aktiv« unterstützen.

Beide taten das Gegenteil. Als die Journalistin und Südamerika-Expertin Gaby Weber Einblick in die beim BND lagernden 3400 Aktenseiten über den Organisator des fabrikmäßigen Judenmordes Adolf Eichmann erbat, wurde sie per Sperrerklärung des Kanzleramtes geblockt. Man schützte Geheimhaltungsgründe, Interessen Dritter und einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand vor.

Die wahren Gründe sind gewiss andere. Eichmann, der sich zwischen 1950 und 1960 unter falschem Namen in Argentinien verkroch und offiziell für Mercedes-Benz arbeitete, hatte dem Vernehmen nach beste Kontakte zu seinen SS-Kameraden, die von Anfang an in der Organisation Gehlen (dem späteren BND) den verlorenen Krieg...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 483 Wörter (3616 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.