Hans-Gerd Öfinger 14.05.2010 / Bewegung

Schlecker-Konflikt spitzt sich zu

Gewerkschaft berichtet von »Wachhunden« für missliebige Beschäftigte

Anton Schlecker bleibt im Rampenlicht kritischer Gewerkschafter. Denn auch nach der im Januar unter starkem öffentlichem Druck erzwungenen Zusage des Drogeriebosses, in seinen XL-Märkten künftig keine Billigarbeitskräfte mehr über die konzerneigene Leiharbeitsfirma Meniar einzustellen, ist im Schlecker-Konzern keine heile Welt angesagt.

So beklagt die Gewerkschaft ver.di in Südhessen Fälle gezielter Demütigung von Beschäftigten. In einem Falle etwa habe die Schlecker-Konzernleitung dafür gesorgt, dass einer missliebigen Filialleiterin an jedem Arbeitstag ein »Wachhund« zur Seite gestellt wurde, um sie zu verunsichern, zu Fehlern zu nötigen und von der übrigen Belegschaft zu isolieren. Die Frau hatte kurz zuvor mit einer Kündigungsschutzklage ihre Weiterbeschäftigung durchgesetzt und war an ihre alte Arbeitsstelle zurückgekehrt. Als »Wachhunde« dienten die Assistentin der Bezirksleiterin Claudia Dej und die Vertreterin des Bezirksleiters Tim May, beklagt ver.di-Sekretär Horst Gobrecht: »Lediglich der Gang zur Toilette bleibt ihr ohne Begleitung gestattet.«

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