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Verbraucherzentralen: Geld für Nahverkehr neu verteilen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hält die staatliche Finanzierung des regionalen Schienenverkehrs für nicht effizient. Eine Analyse fand heraus, »dass etwa 20 Prozent mehr Fahrgäste« befördert werden könnten, wenn die Bundesmittel von jährlich rund sieben Milliarden Euro in den Ländern besser eingesetzt würden.

Berlin (dpa/ND). Als Vergleichsmaßstab nimmt die Studie die Kosten, um einen Reisenden einen Kilometer per Zug zu transportieren. Dabei liege der Durchschnittswert für Deutschland bei 14,2 Cent je Reisenden-Kilometer, heißt es in der Analyse. Das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geben demnach mehr als 30 Cent aus.

Allein mit der unterschiedlichen Bevölkerungsdichte seien die Unterschiede nicht zu erklären, so der Autor der Studie, Holger Krawinkel, in der »Süddeutschen Zeitung«. So koste in Bayern ein Reisenden-Kilometer im Schnitt 11 Cent, in Sachsen dagegen 35 Cent. »Und das, obwohl die Siedlungsdichte in Sachsen höher als in Bayern ist.«

Zu den Ursachen hat Krawinkel lediglich Vermutungen parat. Zum einen schrieben die Länder Aufträge zu selten aus und vergäben sie häufig direkt an die Bahn. Eine andere Erklärung könnte sein, dass die Bahn als Netzbetreiberin in bestimmten Regionen höhere Preise für die Schienennutzung verlange.

Erst im März hatte die Bundesnetzagentur entschieden, dass die Bahn die Trassenpreise für ihre Regionalstrecken ändern muss.

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