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Selbstentführung

  • Von Dmitri Tultschinski
  • Lesedauer: 1 Min.

Alle Russen sollten künftig auf deutschen Flughäfen – und womöglich nicht nur dort – jene berühmten Plakate im Kopf haben: »Psst – Feind hört mit!« Auf sowjetischer Seite hieß es damals »Der Schwätzer – ein gefundenes Fressen für den Spion«. Ab heute, liebe russische Landsleute, keinerlei Gespräche an öffentlichen Orten mehr! Nicht zum Scherz und nicht im Ernst. Das könnte böse enden.

Mit den beiden Piloten der Orenburger Fluggesellschaft ist es gerade noch mal gut gegangen, es hätte schlimmer kommen können. Bei den Herren Rjabow und Presnow – so hießen sie – hat man sich immerhin sogar entschuldigt. Von einer handfesteren Kompensation für den moralischen oder anderweitigen Schaden, den die in Tegel unschuldig Festgenommenen hinnehmen mussten, war offenbar die Rede nicht. Dafür erwartet die aufmerksame und vielsprachige deutsche Dame für ihre Wachsamkeit gewiss das Große Bundesverdienstkreuz. Oder zumindest eine Belobigung durch die Polizei. Denn den Russen ist schließlich alles zuzutrauen. Selbst die Entführung eines Flugzeugs nach Moskau – eines Flugzeugs, das gerade zum Flug nach Moskau abheben sollte. .

Dmitri Tultschinski leitet das Berliner Büro der russischen Informationsagentur RIA Nowosti

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