Werbung

Streithähne

Kommentar von Antje Stiebitz zur Islamkonferenz

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Zentralrat der Muslime wird der zweiten Islamkonferenz am Montag fernbleiben. Hierfür nennt der Verband drei Gründe. Erstens werde »Islamfeindlichkeit« nur als Unterpunkt des großen Themas Extremismus behandelt – aus Sicht des Zentralrats die falsche Schwerpunktsetzung. Zweitens würden Bemühungen, Teile des ausgeschlossenen Islamrats doch noch mit an den Tisch zu holen, abgeblockt. Und drittens werde der Wunsch nach einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Bund, Ländern und muslimischen Organisationen, die einen Plan für die Anerkennung als Religionsgemeinschaft ausarbeiten könnte, abgeschlagen.

Dem Zentralrat wird Eitelkeit vorgeworfen, Innenminister Thomas de Maizière Härte und Arroganz. Grundsätzlich verhindert Sturheit jeden Dialog – die kann man beiden Seiten vorwerfen. In Anbetracht der verhärteten Fronten ist es wohltuend, wenn etwa die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi sagt, eine Teilnahme des Zentralrats wäre wünschenswert gewesen und die Meinungsverschiedenheiten hätten innerhalb der Konferenz geklärt werden können.

Warum de Maizière – der eine »praktische« Islamkonferenz fordert – sich ausgerechnet gegen die konkrete Forderung sperrt, die muslimische Gemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen, ist unverständlich. Die muslimische Gemeinschaft mit anderen Glaubensgemeinschaften gleichzustellen, wäre dringend notwendig.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen