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Mixa schlug mit Faust und Stock zu

Kein Verdacht mehr auf sexuellen Missbrauch

Augsburg (AFP/dpa/ND). Augsburgs Ex-Bischof Walter Mixa ist zwar vom Verdacht des sexuellen Missbrauchs entlastet, dafür haben sich aber die Prügelvorwürfe gegen ihn erhärtet. Die Ingolstädter Staatsanwaltschaft teilte am Freitag mit, dass sie ihre Vorermittlungen gegen den 69-Jährigen wegen Sexuellen eingestellt hat. Der Prüfbericht eines Rechtsanwalts bezeichnete allerdings die Vorwürfe schlimmster körperlicher und psychischer Misshandlungen als glaubhaft. Mixa war vor drei Wochen zurückgetreten, Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch inzwischen angenommen.

Sonderermittler Sebastian Knott schreibt in seinem am Freitag vorgestellten vorläufigen Abschlussbericht von »schweren körperlichen Züchtigungen mit dem Einsatz von Gegenständen, der Dunkelkammer und verbalen Demütigungen seitens des Pfarrers Mixa« in den 1970er Jahren. Die Tätlichkeiten erfüllten den Tatbestand der Körperverletzung, schweren Körperverletzung und der Misshandlung Schutzbefohlener. Die Taten seien allerdings verjährt. In den 80er Jahren sei nur noch von Ohrfeigen die Rede gewesen.

Acht ehemalige Heimkinder aus dem Kinderheim St. Josef berichteten nach Angaben Knotts von Prügeln – und deren Aussagen seien glaubwürdig. Die Betroffenen hätten unabhängig voneinander ähnliche Vorfälle geschildert, berichtete Knott. Einige seien während der Gespräche in Tränen ausgebrochen. Mixa soll oft mit der Faust und einem Stock zugeschlagen haben, einmal auch mit einem Gürtel. Ein Mädchen sei unter den Schlägen zusammengebrochen. »Er sagte oft Sätze wie: »In Dir ist der Satan, den werde ich Dir schon austreiben»«, zitierte Knott einen ehemaligen Heimjungen.

Der Sonderermittler betonte am Freitag allerdings – auch angesichts der am Freitag entkräfteten Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Mixa – dass es bei den Vorfällen »nicht ein einziges Mal eine sexuelle Komponente« gegeben habe.

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