Indigene Autonomie ist in Oaxaca unerwünscht

Die PRI kämpft mit paramilitärischen Mitteln um ihre Macht

  • Von Philipp Gerber, Oaxaca
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Im mexikanischen Oaxaca haben Paramilitärs freie Hand. Mit der Rückendeckung des PRI-Gouverneurs Ulises Ruiz Ortiz gehen sie gegen Menschenrechtler und die Widerstandsbewegung vor.

Der Zeitpunkt der neuerlichen Gewalteskalation ist kein Zufall: Oaxaca befindet sich in der heißen Phase der Gouverneurswahlen. Gabino Cué, charismatischer Kandidat einer parteipolitisch äußerst zweifelhaften Links-rechts-Allianz, liegt in der Wählergunst klar vor dem Kandidaten Eviel Pérez Magaña von der Revolutionären institutionellen Partei (PRI). Die PRI regiert den Bundesstaat Oaxaca seit 81 Jahren ununterbrochen. Das soll so bleiben – notfalls mit Gewalt.

Sicher sein kann sich in Oaxaca derzeit niemand. Erst am vergangenen Samstag wurden sechs Frauen und fünf Kinder entführt, sie sind momentan in Gewalt der Paramilitärs der PRI-Organisation UBISORT. Sie waren unterwegs, um Lebensmittel zu kaufen.

Selbst eine als »Friedenskarawane« gut gekennzeichnete Fahrzeugkolonne, die Lebensmittel und Medikamente in die belagerte Gemeinde San Juan Copala bringen wollte, geriet jüngst in den Hinterhalt von Paramilitärs. »Ein Kugelhagel de...


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