Ilsegret Fink 19.05.2010 / Kultur

Für eine solidarische Welt

Was die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf dem ökumenischen Kirchentag in München zu suchen hatte

So merkwürdig es klingt, 2003 wurde seit der Reformation erstmalig zu einem ökumenischen Kirchentag eingeladen, auf dem Katholiken und Protestanten Glaubensfragen und wichtige politische Ereignisse miteinander kritisch diskutieren konnten.

Als im 16. Jahrhundert der Augustiner-Mönch Martin Luther die kirchliche Praxis, die Eigentumsverhältnisse und die Moral der Regenten anhand biblischer Texte scharf kritisierte, hat er mündlich und schriftlich die Kontroverse mit Papst und Kaiser gesucht. Hatten diese doch jahrhundertelang emanzipatorische Bewegungen buchstäblich im Keim erstickt: etwa als der Rektor der Prager Universität, Jan Hus, samt seiner biblisch begründeten Streitschriften öffentlich zur Abschreckung der Christenheit verbrannt worden war. Luther hatte das von Kaiser und Papst erlassene Redeverbot um der aufzudeckenden biblischen Wahrheit willen ignoriert: Er war überzeugt, dass die Hierarchie »die Freiheit der Christen« entge...

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