Klare Haltung zu Honduras?

Lorena Zelaya über die Politik der EU seit dem Putsch und den »Wahlen« / Die Vertreterin des Bündnisses sozialer Organisationen Bloque Popular in Honduras ist aktiv in der Demokratiebewegung

ND: Der amtierende De-facto-Präsident von Honduras, Porfirio Lobo, nimmt heute an einem Treffen mit Vertretern der EU und zentralamerikanischer Staaten teil. Sind Sie damit einverstanden?
Zelaya: Die Europäische Union, das muss man zunächst einmal sagen, hat ja anerkannt, dass in Honduras ein Staatsstreich stattgefunden hat. Zugleich hat die EU alles daran gesetzt, seit den Präsidentschaftswahlen im vergangenen November das Bild einer angeblichen Normalisierung in Honduras zu festigen. Unmittelbar nach dieser Abstimmung unter der Kontrolle der Putschisten wurde die Kooperation zwischen der EU und Honduras wieder aufgenommen. Während in meinem Land die politischen Morde nicht abreißen, unterstützt Brüssel den Justizapparat und die bewaffneten Organe. Es ist also offensichtlich, dass die EU das Lobo-Regime unterstützt, obgleich unter ihm die Verletzung der Menschenrechte andauert, es keinen Rechtsstaat gibt, er nicht demokratisch gewählt...

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