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Frieden mit Taliban und Hamas

In ihrem Gutachten für 2010 empfehlen Friedensforscher Verhandlungen mit allen Akteuren

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Anstatt Akteure in Konflikten zu dämonisieren, sollten Anknüpfungspunkte gefunden werden. So lautet die Empfehlung des Friedensgutachtens 2010, das führende deutsche Friedensforschungsinstitute am Dienstag in Berlin präsentierten.

»Die Bilanz nach fast neun Jahren Afghanistankrieg ist katastrophal«, urteilen die Gutachter einstimmig und attestieren der NATO, dass ihre »bisherige Afghanistanpolitik komplett gescheitert« sei.

Christiane Fröhlich von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg fordert als vorrangiges friedenspolitisches Ziel, »die Sicherheit der Menschen in Afghanistan zu verbessern, auch wenn dies bedeutet, dass Afghanistan weniger westlich ist als gedacht«. Sofern es überhaupt noch gelinge, das Land zu stabilisieren, müssten traditionelle afghanische Machtstrukturen stärker berücksichtigt werden, auch wenn dies Abstriche bei Demokratie- und Menschenrechtsstandards bedeute.

Andreas Heinemann-Grüder vom Internationalen Konversionszentrum in Bonn ist davon überzeugt, dass der Krieg in Afghanistan militärisch nicht zu gewinnen ist. Er fordert von der NATO, dass es Verhandlungen mit Taliban-Führern gebe müsse. »Hamid Karsai ...


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