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Tolerierte Profis

Radrennen für Hobbyfahrer werden bei Sponsoren immer beliebter

  • Von Oliver Händler
  • Lesedauer: 2 Min.

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Deutschland ist Radsportland. Das zeigen die immer noch hohen Zahlen an Hobbyradlern, verkauften Rennrädern und erfolgreichen Profis. Trotzdem wurden viele traditionsreiche Rennen eingestampft, seit einige Dopingskandale vor fast vier Jahren die Sponsoren reihenweise vertrieben haben. So langsam kommen sie zurück, doch nicht, um sich wie in Italien oder Spanien wieder mit Berufsradfahrern zu schmücken, sondern um Jedermannrennen zu finanzieren.

So etwa beim Velothon (30. Mai 2010, Foto: dpa) in Berlin, der hauptsächlich von Skoda unterstützt wird oder die »neuseen classics« im Süden Leipzigs mit der örtlichen Sparkasse im Namenszug. Der dortige Renndirektor Harald Redepenning ist froh, auch ein Profirennen anbieten zu können, um die Hobbyradler anzulocken, aber bei den Sponsoren ziehen Gerald Ciolek oder Roger Kluge vom Team Milram nicht mehr wie früher. »Unser Profirennen wird toleriert«, sagt Redepenning. »Auf der anderen Seite kommt nur so das Fernsehen zu uns.«

Bis zu 3000 Hobbyradler fahren am Pfingstsonntag 30, 80 oder 140 Kilometer auf der Profistrecke rund um die gefluteten Braunkohleseen rund um Leipzig. »Die Langsamsten werden sogar am Ende von den Profis überholt. Ist doch auch mal was«, gewinnt Redepenning dem Organisationsproblem noch etwas Gutes ab.

Das hätten die Veranstalter der Hamburger upsolut GmbH beim Velothon in Berlin gern. »Wir haben uns zwar im Konzept bewusst auf die Jedermänner konzentriert, aber auf lange Zeit hätten wir natürlich gern wieder ein großes Profirennen in Berlin. Dann kommen mehr Hobbyradler und mehr Presse«, sagt Geschäftsführer Frank Bertling. Er hat den Vergleich, organisiert upsolut doch auch die Cyclassics in Hamburg mit Profis und jährlich über 20 000 Jedermännern. »Wir sprechen ständig mit Sponsoren, aber im Moment ist das in Berlin nicht möglich.«

Um die etwa 12 000 Hobbyradler in Berlin – im dritten Jahr stehen über 40 ND-Fahrer mit am Start – bei Laune zu halten, wird daher nach anderen spektakulären Einlagen gesucht. In diesem Jahr führt die Strecke über die Rollbahn des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Heute Abend gibt es schon einmal den Streckentest. Alle Starter sind eingeladen, dort ihre Rekordzeit über 150 Meter aufzustellen. Zehn Tage später müssen viele von ihnen dann das 800-fache bewältigen.

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