Nur schauen und staunen

Konferenz zeigte Perspektiven für Wildnisentwicklung in Deutschland

  • Von Wolfgang Ewert, Potsdam
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wildnis in einem zivilisierten Land? Für die einen ist das eine Horrorvorstellung, für andere faszinierend. Für viele Pflanzen- und Tierarten ist es sogar eine Existenzfrage. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg veranstaltete vergangene Woche eine Konferenz zu diesem Thema.

Wer keine Visionen hat, sollte zum Arzt gehen, sagte Hans-Joachim Mader in Umkehrung eines Politikerwortes. Vor etwa 250 Teilnehmern der Potsdamer Wildniskonferenz präsentierte der Ratsvorsitzende der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg seine Vorstellungen von der Entwicklung großflächiger Landschaften, in der sich Natur ohne menschliches Zutun in der ihr innewohnenden Dynamik entwickeln darf, wo diverse Tier- und Pflanzenarten den Lebensraum finden, der ihnen in der mehr oder weniger intensiv genutzten Kulturlandschaft verwehrt wird.

Solche von Mader skizzierten Naturlandschaften sind in Europa nahezu verschwunden, und auch weltweit werden sie immer seltener. Wer jedoch global den Schutz der Natur einfordere, sollte schon der Glaubwürdigkeit wegen mit gutem Beispiel vorangehen, so der Ratsvorsitzende der Stiftung, die sich seit zehn Jahren aktiv für den W...


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