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Garzelli als erster auf dem Kronplatz

Giro d'Italia: Arroyo verteidigt Rosa Trikot / UCI-Präsident dementiert Vertuschungsvorwurf

  • Von Tom Mustroph, Kronplatz
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die 16. Etappe des Giro d'Italia bot ein großes Schauspiel, die steilen, mit Schnee bedeckten Gipfel den dramatischen Rahmen. Festzelte und Blaskapellen sorgten für Stimmung. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso und DFB-Team-Manager Oliver Bierhoff stellten mit ihrem Kurzbesuch auf dem Gipfel eine kongeniale Verbindung zu anderen großen Sportentertainments her.

Nicht so ganz in diese Idylle passte der Auftritt von UCI-Präsident Pat McQuaid. Der Ire legte vor dem Bergpanorama einen Slalomlauf durch Untiefen seines Sports hin. Die Hürden Alejandro Valverde und Floyd Landis meisterte er noch mit Anstand. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Spanier Ende Mai vom Sportgerichtshof CAS gesperrt werde. Auf Landis' Anschuldigungen hin werden Dopinguntersuchungen gegen die beschuldigten Fahrer – unter ihnen Lance Armstrong – und die Manager Johan Bruyneel und John Lelangue von den jeweils zuständigen nationalen Verbänden eingeleitet, versicherte er.

Die Latte der Glaubwürdigkeit riss McQuaid allerdings bei der Reinwaschung vom Vorwurf gegen seinen Vorgänger Hein Verbruggen, der gegen eine Geldzahlung eine positive Dopingprobe von Lance Armstrong bei der Tour de Suisse 2001 vertuscht haben soll. McQuaid brachte einiges Papier auf den Kronplatz, das deutlich machen sollte, dass zwischen 2001 und 2003 keine einzige positive Kontrolle vertuscht worden sei. Eine 100 000-Dollar-Spende Armstrongs an die UCI weist aber einige Merkwürdigkeiten auf. Angeblich soll Armstrong die Spende nach einem Besuch im neu eröffneten UCI-Trainingszentrum in Aigle im Jahr 2002 zugesagt haben. Von dem Geld wurde ein Blutanalyse-Apparat der Firma Sysmex für 88 000 Dollar angeschafft. Armstrongs Management überwies das Geld aber erst 2005. Da bleiben Fragen zur Buchführung im Hause UCI offen.

Auf dem 12,9 km langen Abschnitt legten die von McQuaid als »zu 100 Prozent sauber« gepriesenen Ivan Basso und Cadel Evans eine spannende Verfolgungsjagd hin. Sie konnten den Rückstand zum führenden David Arroyo aber nicht ganz aufholen. Evans, der Basso noch 28 Sekunden abnahm, musste nach Bestzeit bei der Zwischenzeitnahme noch Stefano Garzelli an sich vorbeiziehen lassen. Evans ist jetzt Gesamtvierter, Liquigas-Boss Basso Zweiter. »Ein guter Tag für mich«, bilanzierte der Italiener.

Bergzeitfahren: St. Vigil - Kronplatz 12,9 km : 1. Garzelli (Italien) 41:28 Min, 2. Evans (Australien) +0:42 Min, 3. Gadret (Frankreich) +0:54.

Gesamt: 1. Arroyo (Spanien) 68:32:26 h, 2. Basso +2:27 Min, 3. Porte (Australien) +2:36, 4. Evans +3:09.

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