Werbung

Halb volles Glas

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Man kann, wie es die Nachrichtenagenturen dpa und AFP gestern taten, in einer Meldung zwei verschiedene Botschaften sehen. Dass jeder vierte Studierende sein Studium abbreche, berichtete dpa, während AFP kurze Zeit später davon schrieb, dass drei Viertel der Studenten einen Abschluss erreichen. Es ist die altbekannte Geschichte vom Glas Wasser, das – je nach Sichtweise – entweder halb voll oder halb leer ist.

Macht man sich diese Herangehensweise bei der derzeitigen Debatte um die Bafög-Erhöhung zu eigen, kann man das Hickhack zwischen Finanz- und Bildungspolitikern entweder als dunkles Vorzeichen für ein weiteres Sparen an der Bildung werten oder als Beleg dafür, dass die Finanzminister der Länder mit ihren Sparorgien bei diesem Thema nicht mehr wie früher widerstandslos durchgewinkt werden.

Nahrung erhält letztere Vermutung durch die Rücktrittserklärung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Der hatte in den letzten Wochen mit seiner Forderung, bei der Bildung zu kürzen, das von Angela Merkel und ihrer Bildungsministerin Annette Schavan formulierte Ziel nachdrücklich in Frage gestellt, die Bildungsausgaben deutlich zu erhöhen. Betrachtet man den Streit innerhalb der Union, könnte das Glas also eher halb voll als halb leer sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!