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Ölpest im Golf von Mexiko

BP will mit Schlamm den Ölfluss stoppen

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(dpa/ND) - Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko setzt der Ölkonzern BP nun all seine Hoffnung in einen massiven Schlamm-Beschuss. Dazu sollen ab heute Mittag mehrere tausend Liter Schlamm pro Minute in die Quelle gepumpt werden. Die Erfolgschancen sind jedoch gering, wie BP-Sprecher Robert Wine am Mittwoch in London der Nachrichtenagentur dpa sagte: "Wir können nicht garantieren, dass es wirklich funktioniert".

Das als "Top Kill" bezeichnete Verfahren ist bislang noch nie in solcher Tiefe ausprobiert worden. BP selbst rechnet sich für die Aktion Erfolgschancen von 60 bis 70 Prozent aus. Insgesamt werde die Prozedur etwa zwei Tage dauern. In das Schlamm-Bombardement in 1500 Meter Tiefe sind drei große Schiffe und 16 Unterwasser-Roboter eingebunden. Sollte der Versuch schief gehen, ist BP nach eigenen Angaben auf einen zweiten Anlauf vorbereitet, bei dem andere Materialien wie Gummi in den Sicherheitsventilen zum Einsatz kommen sollen.

Die Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" war am 22. April nach Explosionen untergegangen. Seitdem sprudeln täglich mehrere hundert Tonnen Rohöl ins Meer. Andere Versuche den Ölfluss zu stoppen, wie das Absenken einer Absaugglocke, sind gescheitert. Das ausgetretene Öl verschmutzt inzwischen auf einer Breite von 110 Kilometern an Stränden und Marschland die Golfküste.

Kritik am Vorgehen im Kampf gegen die Ölpest weist BP energisch zurück. "Alles, was getan werden kann, wird getan", sagte Vorstandschef Carl-Henric Svanberg der britischen Zeitung "Financial Times" vom Mittwoch.

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