Kritik an Israel muss möglich sein

Reaktionen auf einen »taz«-Kommentar zeigen, welcher tiefe Riss durch die jüdische Diaspora in Deutschland geht

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Ihr Kommentar wurde zum Stein des Anstoßes: Iris Hefets.

Auslöser heftiger Auseinandersetzungen war ein Zeitungstext von Iris Hefets, der unter dem Titel »Nur auf Zehenspitzen gehen« am 9.3.2010 in der »taz« abgedruckt wurde. Die in Berlin lebende israelische Autorin hatte darin eine Instrumentalisierung des deutschen Völkermordes an den Juden kritisiert. In ihrem Kommentar heißt es: »Bei diesem Schoah-Kult handelt es sich, so muss man es wohl sagen, um eine Art Religion mit festen Ritualen. Dazu gehört – ungeachtet aller heutigen Realitäten – die feste Überzeugung, die Deutschen seien die ewigen Täter und die Israelis die ewigen Opfer, weshalb die Gesetze und Regeln demokratischer Staaten für Letztere nicht zu gelten hätten: ein Sonderfall halt.«

Dieses Phänomen, so Hefets weiter, führe in Deutschland zur Selbstzensur. Sobald proisraelische Kreise erfahren, dass Juden, von denen harte Kritik an der israelischen Regierung befürchtet wird, zu Vorträgen eingeladen sind, üben sie Dru...

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