Wahnsinnig kreativ

Schwedische Hirnforscher: Genie und Irrsinn wirklich dicht beieinander

  • Von André Anwar, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie ist haarfein, die Grenze vom Genie zum Wahnsinnigen und zurück. Der holländische Maler Vincent van Gogh galt als Musterbeispiel. Wegen schwerer geistiger Erkrankung wurde er Ende des 19. Jahrhunderts in eine Klinik eingewiesen. Dort malte er einige seiner bekanntesten Werke. Als er 1890 entlassen wurde, nahm er sich aus einem Anfall heraus das Leben. Auch die britische Autorin Virginia Woolf litt an »Seelenzusammenbrüchen« und beendete ihr Leben selbst. Wie eine schwedische Studie nun nahe legt, hinterließen beide trotz oder gerade wegen ihrer erheblichen seelischen Behinderungen unbestrittene Meisterwerke.

Dabei ist die Nähe zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen großem seelischem Leid und großer Schaffenskraft, in der Weltliteratur kein neues Thema. Neu ist aber eine in dieser Woche im Online-Fachblatt »PLoS ONE« (DOI: 10.1371/ journal.pone.0010670) veröffentlichte Studie aus Stockholm: »Unsere Studie hat erstmals überhaupt Mechani...


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