Werbung

Ausgeträumt

Greifswalder Dompassagen sind pleite

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Beste Innenstadtlage, trotzdem pleite: Greifswalds Dompassagen
Beste Innenstadtlage, trotzdem pleite: Greifswalds Dompassagen

Gut 50 000 Einwohner hat die Hansestadt Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) noch, dazu kommen Urlauber und Tagestouristen. Man möchte meinen, da ist etwas zu holen, wenn man etwas verkaufen will. Und kann. Dazu hatte man unter anderem die Dompassagen in der einzigen Flaniermeile der Stadt aufgebaut. Die »erste Adresse« wollte man werden, mit einem Branchenmix aus Mode, Unterhaltung, Kino, Wellness und niveauvoller Gastronomie punkten. Bummeln und Einkaufen auf fast 6000 Quadratmeter – alles in bester Innenstadtlage und mit Parkhaus.

Nun – dreizehn Jahre nach Eröffnung der Dompassagen, nach diversen Umbauten im Gebäude sowie im Management – ist der Traum vorbei. Ausverkaufsschilder, leere Geschäfte und Cafés deuten auf die Pleite. Ende April hat das zuständige Amtsgericht in Aurich die Insolvenz des Wilbers-Firmengeflechts angeordnet. Wilbers, so liest man in vollmundigen Selbstdarstellungen, steht für Bauen und Wohnen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen. Man habe 2700 Wohnungen, dazu Senioren- und Studentenwohnanlagen, Bürogebäude, Ladengeschäfte sowie Einkaufszentren, Hotels, Appartements und Ferienwohnungen auf den Ostfriesischen Inseln. Slogan: »Wir bieten die Räume für Ihre Träume.«

Ausgeträumt. Ein Zwangsverwalter ist eingesetzt, auch für die Dompassagen wird ein neuer Investor gesucht. Laut Ostsee-Zeitung steht auch einer bereit. Und der sieht natürlich wieder eine »Riesenchance«.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!