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Idyll mit Brücke?

Autobahnbrücke quer über Moseltal entzweit

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Zwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig soll eine Straßenbrücke die Mosel in bis zu 160 Meter Höhe überspannen – dicht vorbei an weltbekannten Riesling-Lagen, um deren Wasserhaushalt nicht nur die Elite der Weinkenner bangt. Das 330 Millionen Euro teure Projekt soll die Autobahnen A60 und A61 verbinden. Gegner halten es für überflüssig und eine absurde Geldverschwendung.

Sie sind auf dem Weg von Wittlich zum früheren Kloster Machern, jenseits des bewaldeten Hügels im Moseltal. Die beiden Frauen, etwa Mitte dreißig, rasten am Wegesrand auf einer Bank, trinken Sekt und lassen sich die Sonne auf die blonden Häupter scheinen. Unweit von ihnen, ein paar hundert Meter weiter östlich, haben sich längst Baumaschinen in den Hang gefressen und die Trasse der umstrittenen Fernstraße B50-neu bereits einige Kilometer weit vorangetrieben, so als hätte sich ein gewaltiger Tornado durch den Rotbuchen-Eichen-Mischwald gefräst. Eine bereits fertige Brücke über einen asphaltierten Wirtschaftsweg steht einsam in Sichtweite.

Das alles irritiert die beiden Ausflüglerinnen nicht. Darauf angesprochen, ob die Menschen hier in der Gegend eher für oder gegen den Bau der geplanten, bis zu 160 Meter hohen Mosel-Talbrücke seien, sagt die älter wirkende der beiden: »Die Moselaner sind dagegen.«

Hendrik Herings, der als rheinland...


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