Rainer Brandt, Budapest 31.05.2010 / Ausland

Zeichen der Solidarität mit Ungarns Roma

Tatárszentgyörgy wieder im Blickpunkt

»Völkisches Denken, antisemitische Mobilisierung und drohende Gewalt« – so beschrieb die Wissenschaftlerin Magdalena Marsovszky vor knapp einem Jahr ihr Land, Ungarn. Damals zeichnete sich bestenfalls ab, was die Wahlen im April 2010 belegen sollten: Über die Hälfte der wählenden Bürgerinnen und Bürger stimmte rechtskonservativ, mehr als jeder Sechste votierte neofaschistisch.

Die »drohende Gewalt« hat einen Namen, Gesichter und Uniformen: »Magyar Gárda«. Die SA-ähnlichen Truppen marschieren auf, im Herzen von Budapest und in den Weiten des Landes, für »Groß-Ungarn« und gegen »Zigeunerpack«. So bereits 2007 in Tatárszentgyörgy, einem kleinen Dorf, das 2009 europaweit in die Schlagzeilen geriet. »Es war eine regelrechte Hinrichtung«, hieß es nach dem 23. Februar. Die Opfer: Róbert Csorba (28) und sein Sohn Robi (5). Beide wurden hinterrücks erschossen, als sie aus ihrem Haus flüchteten, das zuvor angezündet worden war und lichterloh brannte. Sie waren Roma. Zwei von elf Roma, die in Ungarn binnen Jahresfrist ermordet wurden, nur weil sie Roma waren. Das ist die offiziell zugegebene Todeszahl.

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