Schönes, schwieriges Leben

Anna Seghers zwischen 1953 und 1983: Der zweite Band der Briefe

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Anna Seghers 1955 auf dem Balkon ihrer Wohnung in Berlin-Adlershof. Foto aus dem Buch »Anna Seghers, eine Biografie, 1947-1983«, Aufbau-Verlag.

Ende 1954 gibt es ein Wiedersehen mit Mainz. Anna Seghers kommt vom Bodensee und macht auf der Rückreise einen Abstecher in die Geburtsstadt. Sie ist seit ihrer Rückkehr aus dem Exil im Frühjahr 1947 nicht wieder hier gewesen. Mainz hat sie in all den Jahren, die sie in Frankreich und dann im fernen Mexiko verbrachte, nie verloren. »In meiner Jugend erlebte ich dort viel Gutes und Schönes«, wird sie 1965 in einem Brief schreiben und darauf hinweisen, dass es in ihren Büchern immer Bilder und Begebenheiten geben werde, »die aus meiner Kindheit an mir hängengeblieben sind«. Aber nicht Anna Seghers ist sie, wenn sie jetzt durch die Straßen geht, ganz ziellos, ohne Plan. Sie ist wieder Netty »und sonst nichts«, das Mädchen aus behütetem Haus, die Tochter des Kunsthändlers Isidor Reiling, und sie ist glücklich. Nur Tage noch, dann wird sie 54 Jahre alt sein, aber in diesen Momenten, schreibt sie ihrer Freundin Lore Wolf, sieht sie alles »so...

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