»Der Westen verursacht Fluchtgründe«

Flüchtlingsorganisation The VOICE veranstaltet ein Kulturfestival gegen neokoloniale Verhältnisse

Mike Adebayo, 48, lebt in Bremen und ist seit 12 Jahren Mitglied von The VOICE Refugee Forum. Er kam 1998 als Asylbewerber aus Nigeria nach Deutschland. Adebayo gehört zu den Organisatoren des Karawane-Festivals, das vom 4. bis 6. Juni in Jena stattfindet. Mit ihm sprach Christian Jakob.

ND: Herr Adebayo, seit Jahren protestiert Ihre Organisation gegen die Lebensbedingungen von Asylbewerbern in Deutschland. Nun veranstalten sie am kommenden Wochenende in Jena ein Kulturfestival. Wieso?
Adebayo: Seit vielen Jahren haben wir so viel geredet und demonstriert, um auf die Situation in den Flüchtlingsunterkünften, auf Abschiebungen oder die Residenzpflicht aufmerksam zu machen. Nun wollen wir es auf eine andere Weise probieren.

Auf welche denn?
Es ist ein Festival, mit dem wir die Kultur unseres Widerstandes feiern und der Opfer der Festung Europa gedenken. Mit einer afrikanischen Maskenparade werden die Flüchtlinge, die an den Außengrenzen der EU starben, symbolisch Einzug in die Stadt halten. Künstler werden diesen Toten ein Mahnmal errichten. Über 100 Musiker, Filmemacher, Bildhauer, DJs und andere Künstler werden kommen, um mit uns und mit ihrer Arbeit gegen die neokolonialen Zustände protestieren, die die Ursache für di...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: