Von einer Mongolei in die andere

Das Lied von den zwei Pferden - von Byambasuren Davaa

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Genau 230 Haare aus dem Schweif eines Pferdes braucht man, um die beiden Saiten einer mongolischen Pferdkopfgeige zu spannen. Und auch wenn die Morin Chuur heute nicht mehr aus gespanntem Leder auf einem Holzrahmen gebaut wird, sondern in der Art westlicher Streichinstrumente aus Holz, ist sie doch immer noch ein identitätsstiftendes Symbol der Mongolen. Und musste damit früher oder später zum zentralen Thema werden für eine Filmemacherin wie Byambasuren Davaa, die seit dem großen Erfolg ihres während der Münchner Filmschulzeit gedrehten »Die Geschichte vom weinenden Kamel« zu einer Art filmischen Botschafterin ihres Landes wurde.

Dass man hier eigentlich von zwei Ländern sprechen müsste, von der Republik Mongolei, aus deren Hauptstadt Ulan-Bator Davaa stammt, und von der Inneren Mongolei, die zur Volksrepublik China gehört, ist eines der Themen ihres dritten abendfüllenden Films, der wie die beiden vorangegangenen Filme mitten in die ...


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