Schwere Zeiten für Bouffier

Hessen: Bürgermeister protestieren gegen Sparkurs der Landesregierung

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Überschattet vom Rücktritt des Bundespräsidenten ist der angekündigte Rückzug des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) aus der Politik etwas untergegangen. Wie ausgestorben wirkt in diesen Tagen der Wiesbadener Landtag, da die meisten Akteure sich derzeit in Stadtallendorf zum 50. Hessentag versammeln.

Der Hessentag ist vor allem ein Volksfest mit Gewerbeausstellung. Die Chance zum Bad in der Menge lässt sich dabei niemand entgehen. So präsentieren sich Koch und sein designierter Nachfolger Volker Bouffier als Politiker zum Anfassen. Bürger, die mehr über Kochs wahre Rücktrittsgründe erfahren wollten, wurden dabei eher enttäuscht. »Koch war aalglatt wie immer und ließ sich nicht in die Karten blicken«, berichtet ein Augenzeuge. Dass Koch bekräftigte, er wolle auf keinen Fall Bundespräsident werden, dürfte keinen überraschen.

Bouffier, der im August Regierungschef werden möchte, wird den Hessentag nutzen, um seine als Innenminister ausgebauten Kontakte in die Welt der Vereine, Feuerwehren und Polizei zu festigen. Das hat er nötig, zumal Beobachter dem künftigen Kabinett Bouffier schwere Zeiten prophezeien. Dafür dürften Ausgabenkürzungen sorgen, die heftige Proteste im Land auslösen könnten. So war die jüngste Demonstration von 10 000 ...


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