Im Labyrinth der gelehrten Worte

Studie zeigt: Studenten verstehen häufig die Sprache ihres eigenen Fachs nicht

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Für viele Menschen ist die komplizierte Sprache der Wissenschaft ein Ärgernis. Denn sie fühlen sich deswegen oft ausgegrenzt vom Diskurs über Fortschritte in der Forschung. Eine Studie aus den USA hat nun enthüllt, dass auch Studenten häufig nicht in der Lage sind, Fachtexte produktiv auszuwerten.

Ein Mittel zur Sicherung von Macht und Privilegien im Wissenschaftsbetrieb: Sprechblasen ND-Grafik: Wolfgang Frotscher

Was Natur- und mehr noch Geisteswissenschaftler heute in Büchern und Zeitschriften veröffentlichen, ist für den Normalbürger oft nicht oder nur schwer zu verstehen. Und das hat wenig mit mangelnder Intelligenz zu tun. Vielmehr sei die Sprache der Wissenschaften unnötig abgehoben, urteilt der amerikanische Linguist und Philosoph Noam Chomsky, der für dieses Phänomen auch gleich eine handfeste Erklärung parat hat: »Es gehört zur intellektuellen Berufung vieler Wissenschaftler, sich eine Nische zu schaffen und möglichst dafür zu sorgen, dass niemand einen versteht; andernfalls ist man nichts Besonderes. Man muss sich seine Unverständlichkeit hart erarbeiten, um die Grundlagen für eigene Macht und Privilegien zu schaffen.«

Auch der in Österreich geborene britische Philosoph Karl R. Popper war von der teilweise verquasten Wissenschaftssprache so genervt, dass er allen Gelehrten folgenden Ratschlag mit auf den Weg gab: »Wer's nicht einfach un...

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