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Die Kunst der kranken Seele

Vor 200 Jahren wurde Robert Schumann geboren

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Es existiert eine Reihe von Untersuchungen darüber, in welcher Weise Robert Schumanns psychopathologische Disposition mit seinem kompositorischen Schaffen zusammenhängt. Eine medizinisch-musikologische Übereinkunft über diese Wechselbeziehung gibt es nicht.

Zahlreiche biografische Zeugnisse deuten darauf hin, dass Schumann schon in jungen Jahren an einer manisch-depressiven oder schizoaffektiven Störung litt – nicht nur sein Briefwechsel mit der angebeteten Clara Wieck, seiner später gegen den Willen ihres Vaters vor Gericht erstrittenen Ehefrau, lässt solchen Schluss zu, vor allem seine Tagebücher sprechen Bände. In den letzten seiner nur 46 Erdenjahre war Schumann erwiesenermaßen seelisch und geistig schwer krank. Des Komponisten Suizidversuch im Februar 1854 und sein über zweieinhalb Jahre sich zerrendes geistig-körperliches Erlöschen in Dr. Franz Richarz' »Asyl« geheißener »Anstalt für Behandlung und Pflege von Gemütskranken u...


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