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Tomaten im Hochglanzformat

Die holländische Nahrungsmittelproduktion soll nachhaltig werden

  • Von Antje Stiebitz
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Die Gemeinde Westland trägt den Spitznamen »de glazen Stad« (»die gläserne Stadt«), denn hier befindet sich das größte Gewächshauskulturgebiet der Niederlande. Unter einem der zahllosen gläsernen Dächer ist der Tomatenzuchtbetrieb »TomatoWorld« beheimatet. Für diesen wird mit Begriffen wie »Paralleluniversum« oder »Hightech-Showroom« geworben.

Tomaten kindgerecht verpackt.

Betritt der Besucher die 500 Quadratmeter große, ehemalige Packhalle der Züchterei, eröffnet sich ihm das perfekt inszenierte Reich der Tomaten. An der Decke windet sich ein überdimensionaler Strauchtomatenstängel. Dem künstlichen Gemüsespross folgend, stehen tomatenfarbige Informationsinseln: Filmmaterial und Stellwände lehren Gäste Wissenswertes über die rote Frucht. Das schicke Kochstudio wird bereits manchen interessierten Einkäufer, Laien, Gärtnerkollegen oder Studenten überzeugt haben. An einem Gemüsestand können Früchte verschiedenster Farben und Formen gekostet werden. Der Satz des Tomatengärtners Jos van Mil, »Marketing ist mein großes Hobby«, ist keine Überraschung mehr. »TomatoWorld« ist auf Imagepflege ausgerichtet.

»In Deutschland hatten wir vor 15 Jahren ein Problem mit Wassertomaten«, erinnert sich van Mil, »das lag daran, dass sie grün geerntet wurden. Doch inzwischen züchten wir Strauchtomaten und es ist gelungen, unse...


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