Noch höchstens 29 Jahre

Lubmin wartet auf hoch radioaktive Abfälle aus westdeutschen Forschungsreaktoren

  • Von Velten Schäfer, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Obwohl Rot-Schwarz in Schwerin sich einst darauf festgelegt hatte, in Mecklenburg-Vorpommern keine hoch radioaktiven Abfälle aus den alten Bundesländern zu lagern, soll nun genau dies geschehen. Auch wenn sie mögliche Lieferungen auf den Abfall von Forschungseinrichtungen beschränken dürften, regt sich Widerstand.

EWN-Mitarbeiter bereiten den Transport eines Reaktordruckgefäßes aus dem ehemaligen Kraftwerk Lubmin ins benachbarte Zwischenlager vor.

Die Grünen im Nordosten waren die ersten, die mit der Nachricht herauskamen: Bis zum Herbst werden vier Castor-Transporte in das atomare Zwischenlager bei den Energiewerken Nord in Lubmin rollen. Darin, so erklärte Ulrike Berger vom Landesvorstand der Grünen bisher unwidersprochen, befänden sich abgebrannte Brennelemente aus einem Versuchsreaktor in Karlsruhe sowie aus dem Forschungsschiff »Otto Hahn« aus Geesthacht.

Für die Grünen, die beim Anlauf zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein schönes Thema gebrauchen könnten, ist dies ein »Dammbruch«. Alle Befürchtungen, »dass Lubmin schrittweise zu einem der zentralen Atommülllager Deutschlands wird«, seinen nunmehr bestätigt, schlug Berger Alarm: »Jetzt geht es bei Transporten durch unser Land und bei der Lagerung in Lubmin erstmals um hoch radioaktiven Atommüll aus westdeutschen Atomanlagen.«

»Schleichendes Endlager«

Auch die Landes-LINKE reagiert empfindlich auf die inzwischen be...

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