Ein Vakuum für die Künste

Das Bethanien richtet sich nach dem Auszug des Künstlerhauses neu aus

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Alte (l.) und neue Residenz des Künstlerhauses Fotos: ND-Lange; S. Otto

Christoph Tannert schwärmt von der Kottbusser Straße. Da könne man das urbane Kreuzberg erleben; das Straßenleben sei laut, die Luft »benzingeschwängert«. Hedonistische Clubgänger treffen auf muslimische Einwanderer. »Dieser Ort hat eine visuelle Wirksamkeit«, findet der Leiter des Künstlerhauses Bethanien. Von dem Umzug dorthin verspricht er sich eine zusätzliche Inspiration für seine Stipendiaten.

Am Freitag eröffnet der neue Standort mit der Gruppenausstellung »All my lovin’« und mit viel Prominenz: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will vorbeischauen – das Künstlerhaus ist eine Einrichtung des Senats. Auch der Karstadt-Retter Nicolas Berggruen hat sich angekündigt; seine Holding hat vor zwei Jahren das Haus gekauft.

Am Konzept des Künstlerhauses werde mit dem »Relaunch« nicht gerüttelt, verspricht Tannert: Die Gewerberäume in der Kohlfurter Straße bieten Ateliers für 25 Künstler; ihre Arbeiten werden in de...


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