Wer stoppt hier wen?

Die Verantwortliche eines Anti-Nazi-Plakats steht vor dem Nürnberger Amtsgericht

  • Von Sascha Sefferin, Nürnberg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Heute findet die Verhandlung gegen eine Antifaschistin vom Nürnberger Bündnis Nazistopp statt. Ein rechtsextremer Nürnberger Stadtrat hatte Strafanzeige gestellt, weil sie auf einem Anti-Nazi-Plakat ihre Postadresse nicht preisgab.

Susanne Roth ist nicht willens, sich der Strafe zu beugen. Schon zweimal legte sie Widerspruch gegen den vermeintlichen Verstoß gegen das Bayerische Pressegesetz ein. Angezeigt hatte sie Sebastian Schmaus (22), einer der beiden Nürnberger Stadträte der NPD-Tarnliste Bürgerinitiative Ausländerstopp. Und die Staatsanwaltschaft Nürnberg gab ihm recht.

Roth hatte ihren Namen als Verantwortliche im Sinne des Pressegesetzes unter ein Plakat gesetzt, das vom Nürnberger Bündnis Nazistopp 2009 zur Bundestagswahl gedruckt und in Nürnberg und Umgebung geklebt wurde. Nicht zuletzt wollte man damit gegen die Wahl der rechtsextremen Bürgerinitiative Ausländerstopp aufrufen. Auf dem Plakat stehen die Namen der 143 Menschen, die seit 1989 von Neonazis ermordet wurden (Stand Juli 2009). Weiter ist darauf zu lesen: »Wir haben nicht die Ausrede ›Das habe ich nicht gewusst!‹ Deine Stimme gegen Nazis«, sowie die Internetpräsenz des Bündnisses.

De...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 590 Wörter (3889 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.