Differenzen zur Geldpolitik

In der US-Zentralbank ist die Frage von Zinserhöhungen umstritten

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In der US-Zentralbank Fed gibt es Meinungsverschiedenheiten über den Sinn von Zinserhöhungen. Derweil drängt Fed-Chef Bernanke weiter auf Drosselung der Staatsdefizite.

Über die künftige Geldpolitik gibt es unterschiedliche Ansichten im Führungsgremium der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve. Der Präsident der Regionalabteilung in Kansas City, Thomas Hoenig, machte sich zum Wortführer jener Minderheit, die mit höheren Leitzinsen alle Inflationsgefahren ausbremsen möchte. Er möchte die Leitzinsen bis zum Ende des Sommers von derzeit nahe Null auf ein Prozent anheben. »Ich mache mir Sorgen«, sagte Hoenig kürzlich auf einer Veranstaltung der Fed. Er fürchte, dass die Fed-Politik zu einer neuen Blase leichten Geldes führen werde. »Ich bin entschieden der Meinung, dass wir eine auf lange Sicht angelegte stabile Geldpolitik brauchen.«

Hoenigs Erklärung steht im krassen Widerspruch zu denen seines Kollegen von der Chicagoer Fed, Charles Evans. Dieser spricht für die momentane Mehrheit im Offenmarktausschuss der Fed, in dem die Leitzinsen festgelegt werden. Evans sagte zeitgleich mit Hoenig auf einem ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.